Arbeiten im Clubhaus während des Lockdowns

Nachdem klar wurde, dass der Club geschlossen wird und keine Trainings mehr stattfinden würden machten sich Materialchef Rik Vils und Trainer Dani Blaser Gedanken darüber wie die ruderfreie Zeit genutzt werden kann um das Material und Bootshaus aufzufrischen und auf Vordermann zu bringen.

Nach einer gemeinsamen Sitzung zeigte sich, dass es sehr viele Arbeiten gab welche über Jahrzehnte nie gemacht wurden und auch niemandem richtig aufgefallen waren oder immer wieder auf die Seite geschoben wurden, da es anderes wichtigeres gab. Es wurde eine Liste erstellt. Bald wurde klar, dass die Arbeiten zeitintensiv werden. Somit wurde nach Beginn der Arbeiten das Team erweitert mit Alexander Ruckstuhl und Andrea Meienberger, natürlich immer mit Berücksichtigung der Abstandsregeln wegen des Corona Virus.

Gestartet wurde mit der Werkstatt. Die Werkstatt wurde komplett ausgeräumt, vieles entsorgt dank der Mithilfe von Pi Edelmann welcher seinen privaten Bus 4x bis an die Decke füllte und zum Entsorgungscenter fuhr. Anschliessend wurde die Werkstatt neu eingeräumt, mit weniger Schränken und dafür mit Platz für Pi`s Gartengeräte und Utensilien.

Auch rund um das Ruderbecken und im ehemaligen Wassertunnel kamen viele Überraschungen zum Vorschein. Unter anderem etwa 10 Pneus und Räder welche auch abtransportiert werden mussten. Anschliessend wurde alles herausgeputzt und neu eingeräumt.

In der Bootshalle wurden die alten Holzböcke aussortiert und Dani Blaser baute in der Werkstatt 9 neue Holzböcke. Auch wurden die alten Regattaböcke aussortiert, teilweise an die Clubs zurückgegeben und entsorgt. Es wurden neue Aluböcke mit Schriftzug Seeclub Zürich bestellt (diese sind jetzt an der Wand zum Kraftraum aufgehängt).

Bald stellte sich heraus welche Arbeit am meisten Zeit in Anspruch nehmen sollte: Das Ruderstreichen. Diese Arbeit musste zuerst gut geplant werden, da in der Vergangenheit fachlich nicht alles richtig gelaufen war. Die Arbeitsabläufe mit schleiffen, grundieren, abkleben, streichen und so weiter wurde mit einem Fachgeschäft vorgängig angeschaut und anschliessend die richtigen Farben bestellt. Insgesamt wurden über 350 Ruder gestrichen. Dani, Alexander und Andrea arbeiteten zusammen rund 150 Stunden daran, es schien kein Ende zu nehmen. Zum Glück reichte es am Schluss sodass alles vor der Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes fertig war.

Auch aussen im Garten ist sicher vielen aufgefallen, dass sich einiges verändert hat. Pi Edelmann hat einen enormen Aufwand betrieben und den Rasen und die Gartenplatten wie auch alle Pflanzen am Haus und zum See gepflegt und gehegt. Der Rasen ist jetzt wieder schön satt und es wird kein Dreck mehr in das Haus geschleppt.

Der Steg wurde durch Pi restauriert, der Holzrost musste repariert werden und Dani hat Rampen gebaut damit die Motorboote schonender ein- und ausgewassert werden können.
Die 3 Motorboote wurden gereinigt, der Service ausgeführt, teilweise vorgeführt und laufen jetzt wieder gut.

Von nun an kann wieder alles eingesetzt werden. Das Team um Dani, Alexander, Andrea und Pi freut es natürlich, wenn alle Mitglieder Sorge zum Bootshaus, dem Rasen, den Rudern, Booten und Material tragen würden. Wer weiss wann ein neuer solcher Einsatz geleistet werden kann. Natürlich hoffen wir alle, dass das Einstellen des Ruderbetriebes nicht so bald wieder Realität wird.

Für das Trainierteam Daniel Blaser