Die Eiserne 2025

15.01.2026

Der erste Adventsonntag oder die Ausfahrt der Eisernen

Die «Ausfahrt der Eisernen» läutet die jährlich letztorganisierte gemeinsame Rudertour ein. Dieses Jahr fiel der 30. November auf einen Sonntag und zudem auf den ersten Adventsonntag; was die 39 RuderInnen und Martin - unser exklusiver Landjohann - nicht davon abhielt, morgens um 09.00h in Eglisau zu erscheinen – bei Nebel und gerade einmal 2 Grad Plus. Bevor wir einander noch begrüssten - ein Küsschen da, eine Umarmung oder ein Händeschütteln dort - verliessen die JuniorInnen mit ihren Booten das Clubhaus, sodass wir ausreichend Platz hatten, den Doppelachter «Octavius» zusammen zu bauen und die anderen Boote aus der Bootshalle holen und aufriggern konnten. Nebst dem weiteren Achter – «Tell’s Geschoss» - wurden der C-Gig «La Seille», die Doppelvierer «Le Quattro Staggioni», «Piz», «Paz» und der Riemenvierer «Stampfi» parat gemacht. Und siehe da, hier zeigte sich bereits, wer um 09.00h morgens noch nicht ganz munter war und wer schon ganz wach war. Denn schon passierte es, dass Piz die Ausleger vom Paz erhielt und es dann ein Ausleger abmontieren und am richtigen Boot wieder montiert bedeutete. Nun ja, sonntags morgen um 09.00 Uhr eben – da bedarf es schon etwas Nachsicht.

Kaum waren die Boote startklar, lauschten wir gespannt der Begrüssung und der Bootseinteilung des Tourenobmannes Marcel K.. Wer sich noch unsicher war, in welchem Boot er/sie war, oder gerade die Einteilung nicht mitbekam, kein Problem, es wurde – höchst professionell – die Bootseinteilung auch an die Pinwand gefestigt. So konnte sich jede/r nochmals vergewissern, in welchem Boot er/sie war.

Die Positionen im Boot wurden durch die jeweilen Bootschefs – Korinna H., Loes H., Urs P., Thomas S., Matthias L., Godi H. und durch mich, zugeteilt, und schon machte sich der Frauendoppelachter «Octavius» bereit, um mit geballter Kraft – Danke an alle tragenden Hände – Richtung Steg gebracht zu werden, sodass der Doppelfrauenachter - gesteuert durch Katharina S. – als erstes Boot die «Ausfahrt der Eisernen» auf dem Rhein starten konnte.

Während nebst Katharina S., Dodo N. auf Position 2, Franziska P. auf Position 3, Flavia M. auf Position 4, Heike S. auf Position 5, und Stephanie S. auf Position 6 schon im Boot sassen, machten sich Bea A. auf der 1, Brigitta T. auf der 7 und ich – Renée N. W. - am Schlag bereit abzustossen. Ein paar Schläge weg vom Steg, sodass bereits das nachkommende Boot – der C-Gig gesteuert durch Alfons M, mit Matthias L, als Schlagmann mit Alice H., Margot L. und Maya M. – auch starten konnte. Der Riemenvierer mit Yves S. am Schlag und Steuer mit Ruedi D., Daniel V. und Korinna H., folgte sogleich, ehe die drei Doppelvierer – «Piz», «Paz» und «LQS» - nachkamen und der Männerriemenachter – «Tell’s Geschoss» - das Schlusslicht beim Einwassern bildete.

Stromaufwärts zu rudern – vor allem dann ab Rüdlingen Richtung Ellikon – erwies sich für einige Boote auch als Herausforderung, vor allem wenn es darum ging, die Sandbänke zu meiden und nicht aufzusetzen und sodann aussteigen zu müssen. Nun ja, für jene, die bereits hier mal aussteigen mussten, um das Boot wieder in Position zu bringen, war das immerhin schon der erste engere Kontakt mit dem 8 Grad kalten Rhein. Erfrischung könnte man auch meinen.

So kam es dann auch, dass sich die Reihenfolge der Boote etwas änderte, und der Riemenvierer dann den Frauendoppelachter überholte. Ebenso wurden die Positionen von «Paz» - am Schlag sass hier Loes H., mit Stephan F., Felix M. und Peter H. auf Steuer – mit «LQS» - mit Heidi O. am Schlag-Steuer mit Godi H., Linn S. und René L. getauscht wurden. Nun ja, warum auch nicht, ist doch alles gut. Der Herrenriemenachter – «Tell’s Geschoss» - tauschte dann auch auf, gesteuert durch Oliver S., mit Sepp P. am Schlag, Werner G., Urs P., Hansjörg S., Marcel B., Marcel K., Fritz F. und Beat S. und ruderte dann auch am «Piz» - am Schlag war hier Thomas S., mit Barbara G., Martin C. und René M. am Steuer – vorbei.

Die Kilometer nach Ellikon zogen sich hin, die Strömung tat auch einiges dazu, dass es uns teils ewig vorkam, ehe wir endlich das erste Ziel erreichten, dort zur Wende ansetzen, eine kurze Pause einlegten und dann Richtung Rüdlingen Brücke retour ruderten. Kurz nach der Brücke wurde nochmals gewendet, um dann zur «quasi» Anlegestelle nach Rüdlingen zu rudern, wo wir – ein Boot nach dem anderen mit tatkräftiger allgemeiner Unterstützung – auswasserten. Spätestens hier machten alle nähere Bekanntschaft mit der Wassertemperatur vom 8Grad. Brrrr

Nachdem die Boote auf den Böcken und die dazugehörigen Ruder daneben versorgt waren, gegebenenfalls kurzem Umziehen, ging es ins Restaurant «Sternen» nach Rüdlingen, wo uns nebst der warmen Stube auch das Essen und eine Pause erwartete. Fritz F. – danke an dieser Stelle an dich – sponserte den Apero und nacheinander nahmen wir Platz, erfreuten uns an der Wärme und warteten hungrig auf das Essen. Damit es nicht wieder zu Unklarheiten ob der jeweiligen Bestellung kam, lag an jedem der vier Zehnertische eine Liste mit den Namen und der Bestellung bereit. Sehr gut, so konnte verhindert werden, dass jemand dem/der anderen seine/ihre Auswahl wegnahm.

Die heisse Kürbiscremesuppe kam gerade zur rechten Zeit und erwärmte uns, gefolgt durch die jeweiligen Hauptspeisen – Fisch mit Reis, Fleisch mit Pommes und Gemüse, oder der vegetarischen Selektion aus Gemüse mit Kürbisravioli – und für jene, die noch wollten, rundete das Dessert und oder der Tee/Café die Mittagspause ab.

Was von der Pause übrig blieb: herzliches Lachen, spannende Gespräche und ein toller Austausch untereinander, sowie auch das Angebot an der Eglisauer Theatergruppe mitzuspielen – das galt allerdings nur einem jüngeren Ruderer, und nicht der gesamten Rudertruppe, wobei das ja auch oft Kabarett ist.

So erfuhr ich auch, dass der Herrenachter durch druckvolles Rudern mit filigraner Technik auffiel, ebenso wie durch blindes Verständnis dank steckerlosen Verbindung kommuniziert wurde, das Boot auf keiner Sandbank auffuhr und JoJo auf eine eindimensionale Pyramide insistierte. Was man nicht alles beim Zusammensitzen erfährt!

Und wie es das Timing so vorsah, ging es dann gegen 14.30 Uhr gemeinsam Richtung der Boote retour, da und dort wurden die Positionen im Boot getauscht – so steuerte Urs P. den Herrenriemenachter retour und Oliver S. nahm Urs’ einstige Position im Boot ein; Katharina S. tauschte mit Flavia M. und Heidi O. tauschte mit Godi H. – und schon wurde wieder ein Boot nacheinander ins Wasser getragen – nochmals kurze Wasserkur und puh, das Wasser erschien einem da dann noch kälter als wenige Stunden zuvor - und schon ging es wieder retour zum Bootssteg, wo die geruderten gesamten 25 Kilometer zu einem Ende kamen. Von Vorteil war es hier, ein kleines Handtuch mitzuhaben und erst dann mit getrockneten Füssen in die Socken zu steigen, denn sonst behielt man – eher unfreiwilliger Weise – kalte, nasse Füsse. Immerhin konnten wir am Club-Bootssteg trocken aussteigen, das erweist sich immer wieder als Luxusgut.

Und so war auch die letzte 2025 durch den Tourenobmann Marcel K. organisierte Rudertour Geschichte.

Die Boote wurden geputzt, entsprechend versorgt, die Abschlussworte gesprochen, ein Küsschen da, eine Umarmung oder ein Händeschütteln dort, und schon waren die 39 erfahrenen wie auch Tourenruderneulinge sowie Martin H. – unser Landjohann – wieder bereit, getrennte Wege zu gehen. Zumindest so lange, bis es wieder hiess «wir sehen uns bei der nächsten gemeinsamen Rudertour», auf die wir uns alle bereits freuen. Somit, danke an alle, die dabei waren, an alle die das und jenes mitorganisiert hatten und auf eine schöne Adventszeit.

Alles Liebe, auf 2026 und die dazugehörigen Rudertouren, auf die wir uns schon alle freuen und gespannt sind, wo es dann und wann hingehen wird!

Dr. Renée Nicole Wagner, November 2025


Offrecord Meldungen:

  • «Puh, die Suppe ist aber heiss!» - «Nun ja, besser eine heisse Kürbiscremesuppe statt einer kalten Gazpacho.»
  • «Kaum waren die Hauptspeise gegessen kam - vor allem von der Steuerleuten aus den beiden 8ern sowie aus dem C-Gig die Frage auf - und was ist d Dessert?»
  • «Also gross und breit darfst du als Steuermann im 8er auch nicht sein.» - «Warum, rein kommst du immer, raus könnte ein Thema sein.»
  • Längeres Warten auf Tee/Café – «es fliesst noch viel Wasser den Rhein hinunter.»