31.03.2026
Eine kleine erste Rudertour am Zürichsee, die erste seit – angeblich - 1903 wieder
Ein Samstag Ende März, viele – wir alle – gingen davon aus, dass es etwas wärmer sei, aber dem war nicht so. Nun ja, niedrige Temperaturen sind ja für viele von uns kein Grund, nicht zu rudern. So auch für die 17 RuderInnen vom Seeclub Zürich, die sich am Samstag, 28. März um 06.30h im Seeclub in Zürich eingefunden hatten, um gemeinsam – mit dem 8er „Octavius“, dem 2er „Grauer Hecht“ sowie dem 4er „Marne“ – vom Seeclub zur Halbinsel Au – und retour – zu rudern.

Begleitet wurden wir nicht nur von einem Motorboot, wo Til S. und Maurus J. uns den Weg ebneten – so war zumindest der Plan - sondern auch von weiteren 6 RuderInnen – wobei 2 jeweils nur eine Strecke ruderten - vom Ruderclub Kaufleuten. Wie gesagt, samstags um 06.30, bei knappen 2 Grad, trafen wir uns im Seeclub und halfen in gewohnter Manier und mit geballter Kraft, die Boote ruderfertig zu machen und einzuwassern. Unsere Seesäcke mit Wechselkleidung, Handtuch und Etwaigem wurde im Motorboot verstaut.
Der 8er „Octavius“ mit Mario E, als Steuerprofi und der Mannschaft rund um Schlagfrau Monique W. – Korinna H., Maya M., Margot L., Brigitta T., Barbara G., Franziska P. und mir - ging zuerst aufs Wasser. Dann folgte der 4er mit Hans M., René L, René-Pierre M. und Heinrich I., ehe sodann der 2er mit Charlie P. und Marcel B. los konnten.
Wir konnten ein wenig den Sonnenaufgang, der ja morgens – und wer zeitig in der Früh am See rudert weiss das – so schön ist, bewundern und dies half auch, die Motivation für die 17km vom Seeclub Zürich zur Halbinsel Au zu rudern.

Dann und wann wurde eine kurze Trink- und Verschnaufpause eingelegt, ehe es dann weiterging, wir alle, soweit es ging, im Konvoi ruderten und dann nacheinander an der Halbinsel Au – wattend durch kaltes Wasser versteht sich – auswasserten. Eine kurze Schwimmpause war auch ob der niedrigen Temperaturen nicht angesagt, zumindest nicht freiwillig. Und nachdem das Motorboot mit unseren Seesäcken, in denen eben nicht nur Ersatzsocken, Pullis, Handtuch etc. nicht auftauchte, disponierten wir um, nahmen es vorerst so hin, und wanderten den kurzen Weg hinauf in den Landgasthof Au.
Bis dahin wussten wir noch nicht was geschehen war, machten uns natürlich Sorgen und warteten auf weitere Infos, was passiert war. War das Motorboot woanders angekommen, sodass wir uns direkt im Landgasthof treffen würden? Ist was Schwerwiegendes passiert? Was war los?

Es stellte sich heraus, dass das Motorboot einen technischen Schaden – auf Höhe Horgen – erlitt, von der Wasserpolizei abgeschleppt werden musste, und wir vergebens auf Til und Maurus und unsere Seesäcke warten würden. Dies hiess auch, dass wir ohne die beiden das Frühstück – leider dem Wetter bzw. den niedrigen Temperaturen geschuldet – drinnen geniessen mussten. Til und Maurus war zum Glück nichts passiert. Das war das Wichtigste. Unsere Seesäcke waren dann schon wieder im Seeclub und warteten schliesslich dort auf uns.
Und wie es so üblich ist, fand auch das ein Ende, und wir marschierten wieder zu unseren Booten retour, die Einteilung änderte sich kaum – ausser beim Ruderclub Kaufleuten wo zwei sich abwechselten und zur Mannschaft dazustiessen bzw. die Mannschaft verliessen, und – auch hier wieder mit geballter Kraft – die Boote eingewassert wurden und wir die 17km retour – im 8er mit einigen uns unbekannten, jedoch tollen neuen Übungen - zum Seeclub Zürich ruderten.

Die Sonne wechselte sich mit den Wolken ab, der Wind hielt sich in Grenzen und so waren wir mehr oder weniger im Zeitplan und wieder um die Mittagszeit am Steg des Seeclub Zürichs angekommen.
Auch hier wurde wieder zusammen geholfen, um die Boote zu versorgen und auch hier trennten sich - nach der ersten gemeinsamen Ausfahrt vom Seeclub Zürich zur Halbinsel Au, die letzte fand wohl 1903 statt – unsere Wege, und es blieb nur mehr übrig, allen ein schönes, restliches Wochenende zu wünschen und daran zu denken, die Uhren in der Nacht umzustellen, um zumindest uhrzeittechnisch in der Sommerzeit angekommen zu sein.
Danke an alle, die dabei waren, die Ausfahrt zu einem tollen Erlebnis machten und auch an den Breitensportchef René-Pierre M. fürs Organisieren dieser Zürichseerudertour.
Dr. Renée Nicole Wagner, 28. März 2026