07.07.2026
Sommersonnenwende oder wenn die Sonne die grösste Mittagshöhe über dem Horizont erreicht
Die diesjährige Sommersonnenwende fiel auf einen Sonntag, also perfekt, um an der Sommersonnenwenderudertour – organisiert durch den Tourenobmann Marcel K. - teilzunehmen. Manch einer genoss es am Sonntag auszuschlafen, andere frühstückten ausgiebig, andere wiederum liessen sich die Sonne auf dem Bauch scheinen; doch was alle gemeinsam hatten, war, dass sie sich um 17h im Clubhaus in Eglisau trafen, einander herzlichst begrüssten, und der Einteilung der Boote lauschten.
Die Boote wurden – wie üblich mit geballter Kraft – aus der Bootshalle herausgebracht und aufgeriggert. Naja fast. Hier zeigte sich, dass Flexibilität nicht und nie schadet. Denn statt 30 RuderInnen, waren 31 gekommen. Anstatt dem einst geplanten 3er «Rhy» - der bereits hinausgetragen wurde – wurde der Holzvierer «LQS» benötigt. Doch wie gesagt, Dank Flexibilität war das für niemanden von uns ein Problem und so wurde der «Rhy» wieder hineingetragen und der Holzvierer eben herausgetragen.
Die jeweiligen Bootschefs - Loes H. für den 8er «Tell’s Geschoss» mit Bea A. am Schlag, dahinter Korinna H., Marcel B., Godi H., Vreni A., Fritz F., Sabine F. und mir; Peter V. für den C-Gig «Rhône» mit Matthias L., am Schlag gefolgt von Marcel K., Hans Moser und Maria S.; Ruedi D. für den zweiten C-Gig «La Saille» mit Katharina S. am Steuer, René L, am Schlag, sowie Heini I. und Doris B.; Urs P. für den 4er «LQS» am Schlag/Steuer gefolgt von Margot L., Stephan F. und Barbara G.; Werner G. für den 4er «Piz» am Schlag mit Stephanie S., Thomas S. und Patrizia F.; und Stephan S. als Bootschef und Schlagmann für den 4er «Paz» mit Michael S., Maya M und Andres B. - stellen sich mit ihrer Mannschaft rund um das jeweilige Boot und teilten die Plätze ein bzw. besprachen sich.

Die Boote wurden nacheinander eingewassert. Zuerst ging der 8er „Tell’s Geschoss“ auf das Wasser, gefolgt vom C-Gig „La Saille“, dann kam der zweite C-Gig „Rhône“, ehe dann die Rennboote „LQS“, „Piz“ und „Paz“ aufs Wasser gingen. Unser Landjohann Martin H. fotografierte und half, wenn nötig, auch beim Boote tragen.
Ein Sommertag begleitete uns, zumindest was die Temperaturen betraf. Die Sonne versteckte sich zwar hinter den Wolken, doch das Thermometer zeigte immer noch 35 Grad! Sommer eben!
Diesen Sommersonntag nutzten auch zahlreiche Stand-Up PaddlerInnen, SchwimmerInnen, MotorbootliebhaberInnen, Schlauchbootfans sowie auch SchwimmmatratzenbesitzerInnen. Dies hiess für uns – bzw. – für alle Steuerleute, noch mehr Konzentration beim Steuern, dann und wann eine andere Linie fahren, um sämtliche Zusammenstösse zu verhindern. Und wie sich herausstellte, lief dies ohne besondere Vorkommnisse ab - was nicht anders zu erwarten war.

Die hohen Temperaturen brachten auch mehrere kleinen Pausen – da und dort - mit sich. Spätestens jetzt wussten wir, was die aktuelle Fussball-Weltmeisterschaft und diese Ausfahrt gemeinsam hatten. Genau, es waren dir „hydration breaks“, die bei den Temperaturen mehr als notwendig waren. Der 8er legte sogar eine kleine Extraschleife ein, um auf die anderen Boote zu warten, mit dem Hintergedanken, dass beim Auswassern mehr als die 9 «Tell’s Geschoss»lerInnen helfende Hände hatten. Nun ja, bis auf die Extraschleife kam es anders; denn der 8er legte dennoch als erstes Boot in Rüdlingen an. Also dann eben im Wasser stehend warten – war das angenehm nass – ehe die anderen Boote ankamen, diese zuerst ausgewassert wurden und dann – mit geballter Kraft – letztlich auch der 8er ausgewassert und auf die vom Landjohann Martin H. bereitgestellte Böcke platziert wurde.
Die Abkühlung, die uns hier beim Auswassern erwarte hatte, tat gut und kam zudem zur rechten Zeit. Kein Vergleich zum Auswassern vor noch einem Monat in der Badi Stein am Rhein - wo der Rhein abkühlend mit 15 Grad war - oder mit dem Auswassern an der Ausfahrt der Eisernen im November. Aber am Sonntag, 21. Juni an Ende November zu denken und an das kalte Wasser, war zu weit hervorgegriffen.
Kaum waren alle Boote auf den Böcken «geparkt» gingen die einen oder anderen noch in den Rhein, genossen eine kleine Schwimm- oder zumindest Erfrischungseinheit – ehe wir dann fast gemeinsam und in Seeclubtenue ins Restaurant Sternen in Rüdlingen marschierten. Den Apero - danke an Maria und Fritz Fahrni, die diesen gesponsert hatten - genossen wir gleich nach Ankunft im Gastgarten, lauschten den Zirpen und teilten uns auf die Tische auf.
Nachdem wir so viele waren - 31 RuderInnen sowie 1 Landjohann - fiel es schwer sich mit allen zu unterhalten, doch dies gehört eben dazu, wenn wir so zahlreich an der zweiten gemeinsame Rudertour des Jahres teilnahmen.
Das Essen füllte unseren Magen, die Gläser wurden da und dort nachgefüllt, wir lauschten den Worten des Tourenobmanns, ehe es dann schon wieder retour zu den Booten ging.
Am Wasser angekommen, konnten wir uns noch kurz am Lagerfeuer – danke Stephan F. dass du dies auch dieses Jahr wieder vorbereitet hast – Hintergründe der Sommersonnenwende anhören, und uns dann langsam aber doch wieder für die Rückfahrt zum Steg bereit machen. So lernten wir unter anderem, dass - laut einer Geschichte - der Mond in dieser Nacht auf die Sonne wartete, um die Heirat zu vollziehen.

Stephan F. teilte seinen Wunsch, dass diese Tradition - die gemeinsame Ausfahrt an der Sommersonnenwende ebenso beibehalten werden soll, wie auch das Lagerfeuer - stets stattfinden soll. Wir teilten alle diesen Wunsch. Ebenso wie auch, dass sowohl Stephan F. sowie alle anderen, die an der diesjährigen Sommersonnenwenderudertour teilnahmen, oder leider eben verhindert waren, an noch sehr vielen weiteren Touren dabei sein sollten.
Die von Godi H. - Danke Godi, dass du für uns alle mitgedacht hast - verteilten Bootslichter wurden an den Booten angebracht, und das war auch bitter notwendig, denn beim Retourrudern an den Steg war es bereits dunkel und so erkannten wir noch besser, dass wir dieses Mal keinem weiteren Boot oder dergleichen ausweichen mussten.
Da und dort wurden Positionen im Boot getauscht - so tauschten u.a. Loes H. mit Sabine F. die Steuerposition im «Tell’s Geschoss», Loes H. wiederrum tauschte mit Bea A. die Schlagposition - Bea A. nahm Sabine F. Position auf Platz 2 ein -, Peter V. tauschte mit Marcel K., sodass Marcel K. den C-Gig «Rhône» hinuntersteuerte, während Hans M. mit Matthias L. im «Rhône» die Schlagposition tauschte - ehe wir dann - zuerst ein Stück stromaufwärts ruderten, dann mittels Rollwende über Back die finale Position einnahmen und langsam durch den Brückentorbogen ruderten. Und so kam es, dass wir - gefühlt kaum in Rüdlingen weggerudert - am Steg in Eglisau ankamen, die Boote
miteinander auswasserten, putzen, versorgten und den abschliessenden Worten von Marcel K. lauschten, ehe sich all unsere Wege – zumindest für diesen Abend – trennten, bis wir uns wieder an der nächsten Tour, an der Auslandstour im August, wiedertreffen werden, bzw. auch davor in der einen oder anderen Rudergruppenkonstellation.
An alle, die mitgeholfen hatten, diese Sommersonnenwenderudertour unvergesslich zu machen: DANKE.
Ebenso DANKE an alle, die dabei waren und es sich nicht nehmen haben lassen, am Sonntag 20 bzw. 22 Kilometer zu rudern und den kalendarischen Sommer begrüssten.
In diesem Sinne, schönen Sommer.
Dr. Renée Nicole Wagner, 26. Juni 2026
Off-Record Meldungen:
Zusammenfassung – ohne KI:
Die diesjährige Sommersonnenwenderudertour verlief am Sonntag bei heissen, sommerlichen Temperaturen mit dem einen oder anderen Extrakilometer, wegen des vielen Verkehrs beim Raufrudern bis nach Rüdlingen. Beim Retourrudern hatten wir keinen Verkehr, dem wir ausweichen mussten. Dafür Lichter auf den Booten – diese waren ob der Dunkelheit auch notwendig. 31 RuderInnen waren dabei und füllten einen 8er, 2 C-Gigs, sowie 3 Rennboote zu je 4 Plätzen, sowie ein Landjohann, der uns sowohl in Eglisau als auch in Rüdlingen zur Unterstützung diente, und nebst den Böcken auf- und wegstellen, den Bus mit den Seesäcken fuhr, und zudem unser Fotograf war.